conscientious mythmakers  
  StartAktuellPortfolioBiographienKontaktBlog  
 

 

Conscientious Mythmakers balancieren mit ihren Performance-Projekten auf den schmalen Gräten zwischen l’art-pour-l’art und missionarischem Wahn, zwischen der schamlosen Auratisierung des Banalen und der respektlosen Banalisierung dessen, worauf wir alle uns eben erst verständigt hatten. Sie sind unterwegs mit der Lizenz jugendlicher Einfalt und der falschen Abgeklärtheit der vermeintlich Angekommenen. Freudig-erregt stürmen sie auf jede Klippe am Horizont zu, manchmal um ihr weh zu tun, manchmal um sich daran zu stoßen (was das gleiche ist) und manchmal um sie großräumig zu umschiffen.

Ausgestattet mit den üblichen Lichtquellen akademischen Schlaumeiertums und vorgezimmerter Ansichten sowie mit dem Trend-Vokabular des modernen Kulturarbeiters (bissi Kapitalismuskritik, vielleicht Debord, bissi Trans und Queer) sind sie in den Tropfsteinhöhlen der Kulturbetriebe unterwegs. Sie hängen ihre schäbigen Mäntel an den Stalagmiten der europäisch-westlichen Kunstauffassung auf und beuten die Erotik der Jahrmillionen alten Stalagtiten, die sie hervorgebracht hat, für ihre eigenen, illegitimen Zwecke aus. Sie sind mal zwei, mal drei und mal vier, aber niemals ein Quadrat, sondern vielmehr zwei Dreiecke oder, im Idealfall, ein Tetrahedron.